Wangener Stadionpublikum hofft auf ein Erfolgserlebnis gegen Öhringen

03/05/2018

Auch gegen die TSG Öhringen die Stadionatmosphäre genießen

Uli Coelius

Uli Coelius


Das Allgäustadion hat uns bekanntlich wieder – zum zweiten Mal im inzwischen flügge gewordenen Jahr 2018. Die Einen finden es gut bis klasse, dass der Ball endlich auf Naturrasen und bei Stadionatmosphäre rollt. Andere wiederum rümpfen die Nase und stellen unseren Wangener Kickern ein bescheidenes bis mieses Zeugnis aus, wenn diesen der Kunstrasen als beliebtes Betätigungsfeld entzogen wird. Nun, im letzten Kunstrasenauftritt auf heimischem Terrain nach der Winterpause am 7. April 2018 gab’s das denkwürdige 8:0 gegen Essingen. Und in der ersten Naturrasenpartie in heimischen Gefilden zwei Wochen später überzeugte der FCW beim 4:1 über Tübingen spielerisch wie kämpferisch mit einer der besten Saisonleistungen. Sagen zumindest viele, die das wissen.

Banal, aber wahr – sogar das Phrasenschwein grunzt verständnisvoll: Jede Medaille hat zwei Seiten, mal wie frisch poliert glänzend, mal eher matt schimmernd. Sei’s drum. Ein „echtes“ Stadion, ob mit oder ohne Laufbahn, aber stets im Naturrasen-Gewand, kleidet sich eben ohne viele Worte in eine spezielle Atmosphäre. Für Genießer allemal.

Über Qualität und Beschaffenheit eines Naturrasens kurz- oder langatmig zu parlieren, soll an dieser Stelle anderen überlassen werden. Im Schwäbischen wird halt gerne „gebruddelt“. Wenn sich am Ende dann so (Kunstrasen) oder so (Naturrasen) der Erfolg einstellt, ist eh’ jeder zufrieden. „G’lernt isch halt g’lernt“, bemerkt Frau oder Herr Schwabe hernach kurz und trocken. Sogar, wenn’s Allgäuer Bindfäden regnet.

Im Regen stehen sollten unsere Wangener Fußballer gegen die TSG Öhringen rein sportlich betrachtet aber auf keinen Fall. Die Gäste aus dem größten Sportverein im Hohenlohekreis (respektable 3500 Mitglieder) zieren als Aufsteiger aktuell den vorletzten Tabellenplatz. Im Klartext: FC 33, TSG 22 Punkte. Allerdings kassierte der Verbandsliganeuling drei seiner insgesamt fünf Siege auf fremden Plätzen ein. 2:1 in Ehingen-Süd, 3:2 in Rutesheim sowie das 3:2 in Pfullingen. Die Wangener sollten demnach schon gewarnt sein und das 3:1 aus der Hinrunde mit der Fußnote „Hauptsache gewonnen“ im Schnelldurchgang aus den Köpfen waschen. Okay, der 21. Oktober 2017 liegt eh’ länger zurück.

Im Hier und Heute hofft das geschätzte Wangener Stadionpublikum jedenfalls auf ein Erfolgserlebnis. Das jüngste 0:5 von Ilshofen – vergessen! Kann ebenso passieren, zumal auch aus personellem Notstand heraus, wie ein 8:0 gegen Essingen. Die Würze des Fußballs:  bei aller vermeintlichen Berechenbarkeit so unberechenbar. Deshalb lieben wir diesen einen Sport gerade in bundesdeutschen Landen wie kaum einen zweiten. Deshalb freuen wir uns, Kunstrasen hin, Naturrasen her, wiederholt auf unseren FC Wangen!

Ihr Uli Coelius

WWK Alexander Rieg

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