Wangen bewegt sich – „Äktsch’n für alle“ und der FC Wangen mittendrin

13/06/2018

Quelle: Schwäbische Zeitung

Großer Wangener „Wasser-Spielplatz“ erweist sich als Besuchermagnet

22 Mannschaften am Gruppenwettbewerb „Äktsch’n für alle“, 162 Teilnehmer im Einzelwettbewerb an den Stationen mit Stempelkarte und Chance auf einen Gewinn und ungezählte, die einfach nur einmal so und „just for fun“ mitmachten. „Wangen bewegt sich“, das zum zweiten Mal nach 2015 vom Sportverband am Sonntag im Freibad Stefanshöhe im und ums Wasser veranstaltet wurde, war ein voller Erfolg. Mitmachaktionen, Vorführungen und freier Eintritt bewegten viele.

Aquaball FC Wangen

Julian Hinkel (6) und Kaan Basar (re.) vom FC Wangen “bewegen sich”


„Ich bin total überrascht, wie viele Leute gekommen sind“, sagte Sportverbands-Vorsitzender Gottfried Sauter am Nachmittag. „Wangen geht baden“ lautete in diesem Jahr das Motto. Und geboten war tatsächlich einiges, was man sonst in dieser Form nicht findet. „Die Idee war ja, dass sich die Leute ausprobieren können“, sagte Sauter. Ob Badminton, Schach, Beachvolleyball, Klettern, Tischtennis oder halt doch Wassersportangebote wie Aquacycling, die riesigen Schwimmschuhe, mit denen man übers Wasser gehen konnte, Wasserball, die Waterwalk-Kugel, Aquajogging oder anderes – wer am Sonntag im Freibad nicht fündig wurde, der war selbst schuld.

Am Mittag startete dann der „Besondere Wettbewerb“, in der es beim Rutschen, Schwimmen und dem Wassereimerlauf darum ging, die schnellste Gesamtzeit zu erzielen. Jeweils drei bis maximal neun Starter konnten eingesetzt werden. „Wangen bewegt sich ist wie ein großer Familientag: eine tolle Werbechance für die Sport, aber auch eine fürs Freibad“, sagte OB Michael Lang bei der Begrüßung. Und: „In Bewegung bleiben ist das A und O im ganzen Leben“. Das sahen viele ebenso. Insbesondere Familien mischten sich unters „Bewegungsvolk“.

Aquaball FC Wangen

Die „Wasserschlacht“ ist geschlagen und die Resonanz war überwältigend


Einfach nur „cool“ fand die neunjährige Vivien Knabe das Angebot: „Ein bisschen blöd ist nur, dass überall so lange Schlangen sind und man warten muss.“ Mutter Sabine betonte, dass das spezielle Angebot sie ins Freibad gelockt habe: „Sonst wären wir zum Feuerwehrfest.“ Die Wangenerin lobte das Wangener Freibad auch allgemein: „Es gibt weit und breit kaum ein schöneres.“ Dem Aktionstag konnte sie einiges abgewinnen: „Man sieht auch andere Möglichkeiten, die es auf dem und im Wasser gibt.“ Als „puren Zufall“ bezeichnete Christine Hirnbacher aus Isny ihr Dabeisein bei „Wangen bewegt sich“. „Wir wollten eigentlich einfach nur zum Baden gehen, machen jetzt aber auch mit.“ Über den freien Eintritt freute sie sich mit ihrer Familie ebenfalls: „Wir dachten zuerst, die Kassen wären kaputt.“

Turner als Turmspringer
Neue Felder erschlossen die Turner der TG Wangen-Eisenharz für sich: Jakob Hölz, Stefan Merath, Hannes Müller, Pascal Schober, Manuel Drechsel, Moritz Mittmann und Elias Ruf präsentierten sich als Turmspringer und machten ihre Sache nicht schlecht. „Das war eine ziemlich spontane Aktion“, erzählte Ruf: „Wir haben eine halbe Stunde vor unserem Auftritt noch nicht genau gewusst, was wir zeigen. Aber es hat Spaß gemacht.“ Ähnliches könnten vermutlich auch die Wasserballer von MTG und FC behaupten, die diese Sportart ebenso präsentierten wie die Cheerleader der MTG ihre Mischung aus Tanz und Akrobatik, die DLRG das „Wasserlaufen“, der SV Deuchelried das Aqua-Skipping oder die SG Niederwangen das Aqua-Cycling.

Ob es eine Wiederholung des „Wangen bewegt sich“-Tages geben wird, kann Gottfried Sauter noch nicht sagen: „Mein Wunsch wäre es, dass die Stadt selbst das einmal im Jahr anbieten könnte.“ Dieses Mal hat sich der Sportverband um Organisation und Sponsoring gekümmert – und rund 2000 Euro in die Veranstaltung investiert: „Ich muss aber auch sagen, dass ein solcher Tag nur möglich ist, indem Vereine mitziehen und mitmachen. Als Verband alleine würden wir das nicht schultern.“

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