FC Wangen 0 - 0 VfL Sindelfingen

23/03/2019 - 14:00 Uhr - Kunstrasenplatz Hinteres Ebnet, Realschule Wangen, Danneckerweg 48

FC Wangen muss mit einem Punkt leben

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 24. März 2019, Bericht von Markus Prinz, Bild Josef Kopf

Der FC Wangen musste sich beim Heimspiel in der Fußball-Verbandsliga Württemberg gegen den VfL Sindelfingen mit einem 0:0 begnügen. Durch das Remis rutschte Wangen auf den 14. Tabellenplatz ab, da Mitabstiegskonkurrent FC Albstadt überraschend beim Spitzenteam Hollenbach gewann.

FC Wangen mit Anlaufschwierigkeiten

Die Partie auf dem Wangener Kunstrasen am hinteren Ebnet gegen den VfL Sindelfingen begann aus Sicht der Hausherren sehr verhalten. Wangen fand in der Anfangsphase nicht ins Spiel und verlor zu viele Zweikämpfe. Optisch waren die Gäste zwar überlegen, Chancen gab es aber auf beiden Seiten nur im Ansatz. Wangens Trainer Adrian Philipp sah seine Mannschaft mit Anlaufschwierigkeiten: „In den ersten zehn Minuten sind wir nicht gut ins Spiel gekommen, danach wurde es besser.“

Dennoch mussten die Zuschauer bis zur Mitte der ersten Spielhälfte auf die ersten Torraumszenen warten. In der 25. Spielminute war es Sindelfingens Lars Jäger, der aber direkt auf Wangens Schlussmann Julian Hinkel abschloss. Auf der Gegenseite war es eine Minute später Simon Wetzel, der auf Vorlage von Jan Gleinser nur knapp am Tor vorbei zielte. Kurz darauf lief Wangens Franz Rädler in den gegnerischen Sechszehnmeterraum, legte zurück an die Strafraumgrenze zu Okan Housein, dessen Flachsschuss aber zu unplatziert war und von Sindelfingens Torhüter David Kocyba abgewehrt wurde.

VfL Sindelfingen trifft Innenpfosten

Nach gut einer halben Stunden hatten die Hausherren Glück, als sich der auffällige Lars Jäger stark gegen Fabian Eninger durchsetzte und alleinstehend vor dem Wangener Tor nur den Innenpfosten traf. Die Gäste aus Sindelfingen hatten im ersten Durchgang etwas mehr vom Spiel und auch die etwas besseren Torchancen, aber ein Offensivspektakel sieht jedoch anders aus.

FC Wangen -VfL Sindelfingen 0:0 Julian Hinkel

Viele Duelle, keine Tore: Wangen kam gegen Sindelfingen nicht über ein 0:0 hinaus. Bildmitte Julian Hinkel, links Erik Biedenkapp und rechts im Kopfballduell Luis Metzen jeweils weißes Trikot (Foto: Josef Kopf)


Hinkel pariert - FC Wangen vergibt Chance

Nach dem Seitenwechsel war zu Beginn der FC Wangen die aktivere Mannschaft, einen ersten guten Angriff über Steffen Friedrichs linke Seite wurde von Sindelfingens Abwehr wenige Meter vor dem eigenen Tor gerade noch zum Eckball geklärt. In der 55. Minute parierte Wangens Hinkel einen Schuss aus rund 16 Metern gerade noch über die Querlatte.

Fast im Gegenzug wäre dem FC Wangen beinahe die Führung gelungen, der kurz zuvor eingewechselte Jonas Müller kam auf der rechten Seite frei an den Ball, seine Flanke verpasste Vila Boa in der Mitte nur knapp, am langen Pfosten rauschte Yannick Huber in den Ball, traf aber aus kurzer Distanz nur das Außennetz.

Sindelfingen geschwächt

Mitte der zweiten Spielhälfte musste Sindelfingen zum zweiten Mal verletzungsbedingt auswechseln, mit Lars Jäger musste einer der Aktivposten vom Feld. Gästetrainer Maik Schütt war sichtlich geknickt nach dem Spiel: „Wir hatten heute schon nur noch drei Spieler auf der Bank, bei einem weiteren Wechsel wäre unser Ersatztorwart aufs Feld gekommen und jetzt haben wir noch zwei Verletzte mehr.“

„Hätten Sieg gebraucht“

In den letzten 20 Minuten passierte nicht mehr viel, die Partie lebte einzig von der Spannung. So blieb es am Ende bei einer gerechten Punkteteilung, mit der beide Trainer einverstanden waren. „Wir haben heute nicht so viele Chancen kreiert wie die Wochen zuvor. Wangen hat alles reingeworfen, daher geht das Remis in Ordnung“, sagte Schütt. Auch Philipp sprach von einem folgerichtigen Remis: „Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können, aber am Ende war das Ergebnis verdient. Wir wussten natürlich, dass wir eigentlich einen Sieg brauchen, aber wenn du gegen die beste Offensive der Liga zu sehr ins Risiko gehst, kann es auch nach hinten losgehen, daher können wir heute mit dem Punkt leben“, sagte der Wangener Trainer.