FC Wangen 3 - 1 TSG Tübingen

27/04/2019 - 15:30 Uhr - Allgäustadion Wangen, Liebigstr.

Wetzels Doppelpack sichert Wangener Sieg gegen die TSG Tübingen

FCW macht durch 3:1 gegen Tübingen einen Sprung auf Platz zehn in der Verbandsliga

Quelle fupa.net/Schwäbische Zeitung, Bericht von Markus Prinz, Fotos: Josef Kopf

Gegen die TSG Tübingen ist dem FC Wangen am Samstag ein wichtiger 3:1-Heimsieg in der Fußball-Verbandsliga Württemberg gelungen. In einem Spiel auf spielerisch überschaubarem Niveau, behielten die Wangener durch einen Doppelpack von Simon Wetzel in der zweiten Spielhälfte die Oberhand und kletterten auf Rang zehn. FCW-Trainer Adrian Philipp war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: “Das war heute Abnutzungskampf pur und sicherlich nicht schön anzuschauen. Aber für uns war der Sieg sehr, sehr wichtig.”

Steffen Friedrich FC Wangen

Steffen Friedrich (li.) erzielte das 1:0 für den FC Wangen


Tübingen mit Feldvorteilen

Im ersten Heimspiel des Kalenderjahres im Wangener Allgäustadion taten sich sowohl die Hausherren, als auch die Gäste aus Tübingen schwer, spielerische Akzente zu setzen. Zu Beginn des Spiels bestimmten eher viele kleine Foulspiele und leichte Ballverluste das Geschehen auf dem hochgewachsenen Rasen im Stadion. Nach knapp 20 Minuten hatte der FC Wangen seine erste Tormöglichkeit, eine Eckballflanke von Simon Wetzel setzte Yannick Huber per Kopf jedoch deutlich neben das Gästetor. Hatten die Tübinger in den Anfangsminuten noch leichte Feldvorteile, gaben sie Mitte der ersten Spielhälfte das Spiel immer mehr aus der Hand. Tübingens Trainer Michael Frick wurde zunehmend lauter an der Außenlinie und versuchte seine Spieler wieder wachzurütteln.

Wetzel gefoult, Friedrich verwandelt sicher

In der 23. Spielminute kam Wangens Steffen Friedrich über die linke Seite frei durch, wartete bei seinem Abspiel einen Tick zu lange und ein Tübinger Abwehrbein kam gerade noch dazwischen. Nur fünf Minuten später gab es einen Foulelfmeter für den FC Wangen. Dominik Schramm ließ kurz sein Bein stehen, Wetzel fädelte geschickt ein. Friedrich ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte gewohnt souverän ins rechte Eck.

Julian Hinkel FC Wangen

Julian Hinkel (li.) hält Foulelfmeter von Tübingens Willie Till Sauerborn (11)


Julian Hinkel hält Elfmeter von Tübingens Sauerborn

Fünf Minuten vor der Halbzeit erhielten auch die Gäste einen Strafstoß. Bei einem kurz ausgeführten Eckstoß kam Tübingens Angreifer mit dem Rücken zum Tor stehend an den Ball und wurde von Friedrich zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter, von Willie Till Sauerborn äußerst schwach getreten, hielt Julian Hinkel im Tor des FC Wangen.

Die Gäste aus Tübingen blieben weiter am Drücker und erzielten in der 44. Minute den verdienten Ausgleich. Eine Freistoßflanke von Torjäger Lars Lack aus halbrechter Position, fand den Weg direkt ins Tor. Bis zum Halbzeitpfiff verloren die Hausherren völlig die Ordnung. “In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel sind wir böse ins Schwimmen geraten. Da war’s gut, dass bald Pause war”, sagte Trainer Philipp.

Simon Wetzel FC Wangen

Simon Wetzel brachte den FC Wangen mit seinen zwei Treffern auf die Siegerstraße


Simon Wetzel trifft zweimal

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel keineswegs ansehnlicher. Klare Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Kämpferisch legten beide Mannschaften alles in die Waagschale, jedoch ließen sie spielerisch vieles vermissen. So dauerte es bis zur 70. Minute, ehe es Simon Wetzel, seinem Gegenüber Lars Lack gleich tat. Sein Freistoß von der Außenposition landete zum 2:1 direkt im langen Eck.

Wangen beschränkte sich im Anschluss aufs Verteidigen und hielt die Angreifer der Gäste gut in Schach. Die beste Ausgleichsgelegenheit bot sich Tübingen nach einer Freistoßflanke (80.) von der rechten Seite, doch der Kopfball von Lukas Hartmann knapp am Torpfosten vorbei.

Kurz vor Schluss erhielt Tübingens Hartmann die Gelb-Rote Karte und die Hausherren bekamen dadurch noch mehr Räume. In der Nachspielzeit legte der eingewechselte Jan Gleinser, nach einem Lauf über gut 50 Meter, den Ball perfekt quer zum mitgelaufenen Wetzel, der mit seinem zweiten Tor den Deckel auf die Partie machte.

Okan Housein (re.) im Zusammenspiel mit Steffen Friedrich (li.)

Okan Housein (re.) im Zusammenspiel mit Steffen Friedrich (li.) war von den Tübingern nicht zu stoppen.