Kolumne von Uli Coelius zum Spiel gegen SSV Ehingen-Süd

27/09/2017

Ob „Packing“ oder „Pressing“ – drei Punkte genießen Priorität

Uli Coelius

Die geschätzten Kolleginnen und Kollegen im Fernsehen tun es. Ein bekanntes Fachmagazin, als „kicker“ in der umkämpften Medienlandschaft seit Jahrzehnten präsent, tut es auch. Und was macht das FCW-Stadionmagazin, das wir zu sensiblem „Studium“ sowie schmunzelndem Schmökern wieder ans Herz legen? Empfiehlt – um eventuell nicht aufs Glatteis zu führen – den verehrten Leserinnen und Lesern jeder Altersklasse, sich dem um neudeutsche Formulierungen selten verlegenen Fußballjargon wie „Wandspieler“, „Box“, „falsche Neun“, „Packing“ oder etwa „hohes/tiefes Pressing“ via Internet oder übers Fachwissen eines selbst ernannten Experten anzunähern. Was bitteschön nicht bedeuten soll, dem womöglich kenntnisreichen Nachbarn ein Loch in den Bauch zu fragen. Danke!

Keine Sorge, der Ball bleibt rund, ein Spiel dauert 90 Minuten „plus-plus“ (inzwischen). Und der diskussionswürdige Videobeweis guckt in der Verbandsliga eh in die Röhre. Vielmehr verbreitet sich eher die Vorfreude aufs Heimspiel des FC Wangen, der sich schlicht und ergreifend mit Aufsteiger SSV Ehingen-Süd misst. Um Punkte geht’s wieder mal, ebenso um ein glückliches Händchen von FC-Trainer Adrian Philipp. Verbunden mit der Zielvorgabe,  am Ende der siebten Runde möglichst Sieg Nummer vier „einzukreisen“.

Schon kurios und im Fußball keinesfalls ein Selbstläufer: Beide Mannschaften weisen bei einer Tordifferenz von minus Eins exakt dieselbe Anzahl an erzielten und erhaltenen Treffern auf – demnach je zehn „Kisten“ ausgeteilt und deren elf kassiert. In der Platzierung freilich enden die Gemeinsamkeiten. Wangen erfreut sich mit zehn Punkten (drei Siege, zwei Niederlagen, ein Remis) auf dem durchaus respektablen siebten Rang. Beängstigende acht Zähler weniger – bei lediglich zwei Unentschieden – waren es im Vorjahr nach Spieltag sechs. Gar erst am 1. Oktober 2016 gab’s den ersten Sieg (2:0 in Pfullingen).

Platz elf und sieben Punkte (zwei Siege, drei Niederlagen, ein Remis) lautet unterdessen die Zwischenbilanz des souveränen Aufsteigers Ehingen-Süd; zwar aus der Ferne, aber dennoch nahe liegend betrachtet wohl weniger zufrieden stellend. In der Vorsaison als Landesliga-Zweiter noch hinter Meister Wangen notiert, stolperte der SSV seinerzeit in der Relegation früh über den späteren Aufsteiger – und sofortigen Absteiger – SV Zimmern (0:3). Mit dem aktuellen Verbandsligaeinzug feierte der erst 1974 gegründete Verein aus der Pfarrei Kirchbierlingen (südlich von Ehingen) seinen bisher größten Triumph. Ein kleiner „Heiligenschein“ zumindest erstrahlt dabei hell über Trainer Michael Bochtler.

Zwei aktuelle Verlierer (FC 1:3 in Essingen, SSV 0:1 gegen Öhringen), beide personell noch arg verbeult, finden nun zusammen. Wobei zum Ausgang des hoffentlich gut besuchten Oberschwaben-Derbys unter FC-Fans nur eine Meinung Hoheitsrecht genießt. „Packing“ hin, „Wandspieler“ her – drei Punkte sind für Wangen wesentlich. Basta!

Ihr Uli Coelius

WWK Alexander Rieg

Waldner Unternehmensgruppe

Autohaus Riess GmbH AMG Performance Center Weißensberg Mercedes

Archive