Kein Selbstläufer, doch die „breite Brust“ gegen Pfullingen darf es durchaus sein

16/03/2018
Uli Coelius

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Kolumne von Uli Coelius

Die verehrten Gäste aus der Handball-Hochburg Pfullingen sowieso und unsere Wangener Fußballfans mögen es verzeihen, dass zunächst der Blick über den Gartenzaun erfolgt. Um die befreundeten Handballer der MTG Wangen geht’s, die fast schon verzweifelt darum kämpfen, die Klasse in der Württembergliga Süd zu halten. Trainer Markus Rosenwirth musste inzwischen seinen Hut nehmen. Ex-Coach Timo Feistle und dessen Vorgänger Reinhard Geyer sollen es nun im Schulterschluss mit der Mannschaft richten. Drücken wir ganz fest die Daumen für ein Happy End der MTG-Männer. Handball und Fußball in Wangen gehören in Württembergs höchster Amateurliga unzertrennlich zusammen.

Nun, auch unsere FC-Kicker sind 13 Spieltage vor ihrem Saisonschluss in der Verbandsliga noch nicht sämtlicher Sorgen ledig. Der aktuelle wie durchaus bemerkenswerte sechste Tabellenplatz liest sich auf den ersten Blick verführerisch. Doch beim zweiten Hinschauen trennen die Wangener bei derzeit 24 Punkten lediglich vier Zähler vom für gewöhnlich schmutzigen Schleudersitz Relegation. Diesen belegt – allerdings mit einem Spiel mehr – der Aufsteiger SKV Rutesheim, der den Wangenern nach der Winterpause bekanntlich einen Punkt abknöpfte beim insgesamt eher müden 1:1.

Da erwies es sich umso mehr als Wohlfühl-Gefühl, danach bei Oberliga-Absteiger und Aufstiegs-Anwärter FSV Hollenbach nach dem vor allem kämpferisch verdienten 1:0 alle drei Punkte ins Allgäu entführt zu haben. Zumal die direkte Konkurrenz den FC-Fußballern momentan keinen Gefallen erweist, irgendwelche Schwächen zu offenbaren.

Selbst ist der Mann, muss es daher wie (nahezu) selbstverständlich für den FC Wangen im dritten Punktspiel des neuen Jahres gegen den VfL Pfullingen heißen. Wobei mitnichten von einem Selbstläufer die Rede sein darf. Die Gäste, zwischen Reutlingen und Schwäbischer Alb beheimatet, platzieren sich zwar als 13. (18 Punkte) auf einem der vier wohl vorgegebenen Abstiegsränge. In der Vorsaison freilich kassierte der FCW nach dem 2:0-Hinrundensieg zu Hause ein schmerzhaftes 1:2 am 22. April 2017.

Nun, Klappern gehört zum Handwerk. Und den 2:1-Auswärtserfolg in dieser Saison kann den Wangenern ohnehin keiner nehmen. Mit „breiter Brust“, in der blumigen Sprache des Sports gerne sinniert, kann der FC Wangen gegen den VfL Pfullingen zu Recht auf weiteren Beutezug gehen. Der einstellige Tabellenplatz, vor dieser Spielzeit ein heikles Reizthema, braucht fürwahr keine x-beliebige Geschichte für den Märchenonkel zu sein.

WWK Alexander Rieg

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