FV Ravensburg dreht erst nach der Pause auf

16/07/2018

Von Oliver Weishaupt, Schwäbische Zeitung 15. Juli 2018

Dem FC Wangen ging in der 2. Hälfte die Kraft aus

Im Anschluss an das Fußball-Blitzturnier des FC Lindenberg fand im Austadion am Samstagabend als besonderer Leckerbissen ein Testspiel-Derby zwischen dem FV Ravensburg und dem FC Wangen statt. Sowohl FV-Trainer Steffen Wohlfarth als auch sein Wangener Kollege Adrian Philipp freuten sich über die Möglichkeit, gegen einen anspruchsvollen Gegner testen zu können. Am Ende besiegte der Oberligist aus Ravensburg den klassentieferen Verbandsligisten aus Wangen dank einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei standesgemäß mit 4:1 (1:1).

Marcel Maier hält Foulelfmeter

Bereits in der fünften Spielminute hatte der mit Zugang Moritz Strauß, dem aus der A-Jugend hinzugekommenen Robin Hettel sowie dem in der vergangenen Saison vor allem in der zweiten Mannschaft eingesetzten Felix Schäch angetretene FV Ravensburg die große Gelegenheit zur frühen Führung. Rahman Soyudogru scheiterte mit seinem schwach getretenen Foulelfmeter aber an Wangens Zugang Marcel Maier, der den Ball im Nachfassen festhalten konnte. Maier stand zu Beginn der vergangenen Saison noch im Tor des SV Weingarten. Zwar war der FV um Spielkontrolle bemüht, machte aber zu viele Fehler.

Mario Vila Boa

Moritz Strauß (rechts, FV Ravensburg) vor Mario Duarte Vila Boa (FC Wangen), dahinter Kaan Basar (ebenfalls Wangen). (Foto: Florian Wolf)


 

Der FC Wangen hingegen, bei dem in Niklas Hartmann ein zweiter Zugang in der Startelf stand, zeigte im ersten Durchgang eine sehr gute Leistung, spielte nach Ballgewinnen schnell nach vorne und war vor dem Ravensburger Tor brandgefährlich. Insbesondere Torjäger Thomas Maas hatte mehrfach den Führungstreffer auf dem Fuß. So scheiterte er unter anderem an der Latte, ehe er nach einer halben Stunde nach Vorarbeit von Jan Gleinser die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung erzielte. „Wir haben in der ersten Halbzeit ganz viel richtig gemacht“, zeigte sich FCW-Trainer Philipp mit dem Auftritt seiner Mannschaft bis zur Pause zufrieden, trauerte aber auch den vergebenen Chancen nach: „Wir hatten sechs, sieben, acht richtig klare Torchancen, da müssen wir mehr draus machen.“

Wohlfarth hingegen war auch nach dem Ausgleichstreffer von Marcel Fetscher in der 44. Minute zum 1:1-Pausenstand nicht glücklich. „Wir wollten ein paar Dinge versuchen, die wir uns die letzten Tage im Training aufgebaut haben. Das hat aber nicht so hingehauen, wie wir es gerne gehabt hätten.“ Wie schon im Testspiel gegen den bayerischen Regionalligisten FV Illertissen wechselte Wohlfarth zur zweiten Hälfte kräftig durch; lediglich Daniel Hörtkorn absolvierte 90 Minuten. Danach präsentierte sich der Oberligist deutlich engagierter und setzte den Gegner, dem zusehends die Kräfte schwanden, früh unter Druck.

Fiesel trifft zur Führung

Die intensivierten Ravensburger Bemühungen zahlten sich in der 49. Minute aus, als Jascha Fiesel sein Team mit einem direkt verwandelten Freistoß mit 2:1 in Führung brachte. Nur knapp zehn Minuten später ließ Wangens Schlussmann Maier einen Schuss von Burhan Soyudogru abprallen und Max Chrobok hatte keine Mühe, auf 3:1 zu erhöhen. Wiederum vergingen nur drei Minuten, ehe FV-Zugang Daniel Schachtschneider den Ball mit der Hacke zu Leif Estevez Fernandez weiterleitete, der nach gut einer Stunde den 4:1-Endstand erzielte.

Angesichts der Leistungssteigerung und des am Ende souveränen Sieges zeigte sich Wohlfarth nach diesem „ganz wichtigen Test“ dann doch einigermaßen zufrieden. „Die zweite Halbzeit war besser, nicht nur, weil wir Torchancen hatten und Tore gemacht haben.“ Sein Wangener Kollege Philipp war zum Abschluss einer harten ersten Vorbereitungswoche mit vier Trainingstagen in Folge trotz der deutlichen Niederlage „völlig einverstanden mit dem, was die Mannschaft abgeliefert hat“. Zu beanstanden hatte er nur die Viertelstunde nach der Pause, als Ravensburg drückte und „aus vier Chancen drei Tore“ machte. „Da sind wir ein bisschen hibbelig geworden und haben ein paar leichte Fehler gemacht.“

Kling fällt erkrankt aus

Besonderen Wert legt Philipp darauf, dass alle Spieler in den Vorbereitungsspielen möglichst viel Einsatzzeit bekommen. Insbesondere die durchgehend jungen Zugänge sollen sich rasch an die Intensität und das Tempo in der Verbandsliga gewöhnen und müssen lernen, die Vorgaben des Trainers im Spiel umzusetzen. So wurden Chris Fleischer, Dennis Schwarz und Marius Späth gegen Ravensburg in der zweiten Hälfte eingewechselt. Lukas Kling hingegen leidet am Pfeifferschen Drüsenfieber und fällt vorerst aus.

WWK Alexander Rieg

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