Der FC Wangen kämpft … – Kolumne von Uli Coelius

05/03/2019

Der FC Wangen kämpft weiterhin um den Verbleib in der Verbandsliga

Uli Coelius

Uli Coelius


Der Fußball, in welcher Klasse auch immer, ist und bleibt unberechenbar. Darum lieben ihn die Fans – weltweit! Gestern noch als „Mannschaft der Stunde“ bejubelt; im Hier und Heute indes am Abgrund stehend. Nun gut, in Sphären von längst nicht mehr nachvollziehbaren Millionengagen bei bedauernswerten Wochengehältern von beispielsweise 200 000 Euro haben sich international inzwischen Vereine etabliert, die auf Grund von Sponsoren, Mäzenen und aberwitzigen TV-Geldern ein veritables Eigenleben führen. Sie wissen schon: Paris, Barcelona, die britischen Topclubs Liverpool und Manchester City. Oder aber mit Respektabstand der klug geführte FC Bayern München.

Was das mit dem FC Wangen zu tun hat, der in den Niederungen der württembergischen Verbandsliga sein karges Dasein fristet? Natürlich rein gar nichts! Aber auch in einem Verein, der über Präsidium, Trainer, Spieler und gutgläubige Fans verfügt, ergibt sich im Gesamtbild eine sichtbare Struktur, die im Gesamtpaket nur Eines im Sinn hat: Sich vor sämtlichen Funktionsträgern aus dem unmittelbaren Umfeld als anerkannte Regionalgröße so teuer wie möglich zu verkaufen. Der FCW gilt als anerkanntes Zugpferd.

Es existiert unbestritten eine Freundschaft zu den Handballern der MTG Wangen, die in einer ähnlich gestalteten Liga derzeit für Furore sorgen. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied zum FC Wangen, dass bei der MTG alles unternommen wird, einen fruchtbaren Konsens zwischen Aktiven und dem Nachwuchs herzustellen. Finanzielle Aspekte spielen bei der MTG in der Außendarstellung wohl keine Rolle. Sei’s drum: Über Finanzen müssen und werden beide Vereine intern korrespondieren. Oder so …

Fest steht jedenfalls, dass der FC Wangen mit dem jüngsten 0:3 in Essingen nach 2015 erneut vor dem unerklärbaren Absturz in die Landesliga steht. Egal, wer, wie, wo und wann über einen Abstieg möglicherweise frohgemut nachdenken mag – es gibt zum Glück genügend Wangener Anhänger, die „unseren“ FC auf Grund personeller Stärken allemal und zu Recht in der Verbandsliga sehen.
Noch sind 13 Spiele bei sieben Heimaufgaben mit der nächsten Aufgabe gegen Aufsteiger Laupheim (Hinrunde 0:3) zu absolvieren. Wer an ein Wunder glaubt, muss es freilich zu 100 Prozent wollen. Das vielleicht erfreulich Gute: Weit mehr als 70 Prozent im Team sind vom Klassenerhalt überzeugt. Der Rest sollte wohlweislich wissen, dass wenigstens die Verbandsliga ohne den FC Wangen undenkbar wäre.

Das wünscht und erhofft sich

Ihr Uli Coelius

WWK Alexander Rieg

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