Dem FC Wangen bleibt nichts erspart

18/10/2018

Quelle SZ-Online, Bericht Markus Prinz

FC Wangen plagen große Personalsorgen

Der FC Wangen wartet auch nach neun Spieltagen sehnsüchtig auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga. Den nächsten Anlauf nimmt die Mannschaft von Trainer Adrian Philipp am Samstag, 15 Uhr, gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen. Doch nun plagen den FCW auch noch große Personalprobleme.

Fabian Eninger (Mitte, Gelb-Rot) und Okan Housein (Nr. 18, berufsbedingt) fallen gegen Calcio aus. Kaan Basar (links) wird einiges zu tun bekommen.

Fabian Eninger (Mitte, Gelb-Rot) und Okan Housein (Nr. 18, berufsbedingt) fallen gegen Calcio aus. Kaan Basar (links) wird einiges zu tun bekommen. (Foto Josef Kopf)


Wie schon so oft in der Saison, hieß es für den FC Wangen auch am vergangenen Wochenende bei der TSG Tübingen: Gut mitgehalten, aber am Ende wieder einmal keine Punkte geholt. Immer noch stehen die Wangener mit nur einem Zähler am Tabellenende und müssen bald zum Fernglas greifen, um die Nichtabstiegsplätze noch im Auge zu behalten.

Wenn man auch in dieser Spielzeit von der ominösen 40-Punkte-Marke ausgeht, die zum sicheren Klassenverbleib reichen sollten, dann fehlen dem FC genau noch 39 Punkte. Sollte der eine Punkt auf der Habenseite auch nach dem kommenden 10. Spieltag noch Bestand haben, blieben dem FC Wangen nur noch 20 Spiele, um diese 39 Punkte oder besser gesagt 13 Siege zu erreichen. Diesen Punkteschnitt, den der FC Wangen dann in den verbleibenden 20 Spielen benötigen würde, hat schon in mancher Verbandsligasaison zum Aufstieg in die Oberliga gereicht. Ohne zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon den Teufel an die Wand malen zu wollen, wäre Oberschwabens einziger Verbandsligist gut beraten, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.

Calcio womöglich der richtige Gegener

Die Gäste von Calcio Leinfelden-Echterdingen spielen bislang eine ordentliche Saison, sind aber gerade auf fremden Plätzen noch nicht so richtig erfolgreich gewesen. Lediglich am ersten Spieltag gelang den Echterdingern in Albstadt ein knapper 2:1-Auswärtserfolg, ansonsten blieben sie auswärts sieglos.

Aus Wangener Sicht wonmöglich genau der richtige Gegner, um den lang ersehnten ersten Dreier einzufahren, wäre da nicht eine lange Verletztenliste zu beklagen. Die Ausfallliste war mit Marius Späth, Marcel Maier, Niklas Hartmann und Dennis Schwarz, der zwar seit dieser Woche nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder trainiert, aber noch keine Option fürs Wochenende ist, ohnehin schon groß genug – diese Woche kamen noch weitere Ausfälle hinzu.

Verletzte und gesperrte Spieler

Mittelfeldregisseur Okan Housein wird am Samstag beruflich verhindert und hinter den Einsätzen von Thomas Maas und Franz Rädler steht noch ein großes Fragezeichen. „Thomas wird aufgrund einer Leistenverletzung zu 99,9 Prozent nicht spielen können und bei Franz schaut es auch nicht gut aus, er musste das Training am Dienstag abbrechen“, sagt Trainer Philipp. Hinzu kommen noch die beiden Platzverweise, die Jan Gleinser noch für zwei Spiele und Fabian Eninger für ein Spiel zum Zuschauen verdammen.

Trotz des großen personellen Aderlasses sieht Philipp keinen Grund, schon vor dem Spiel die weiße Flagge zu schwenken: „Wir werden wieder elf Spieler aufs Feld schicken und in diesem Spiel sicherlich nicht chancenlos sein.“

Adrian Philipp erhofft sich Trotzreaktion seiner Mannschaft

Vielmehr erhofft sich der Trainer eine Trotzreaktion von seiner Mannschaft: „Vielleicht ist in dieser Situation auch der Druck ein bisschen weg und wir gehen unbeschwert ins Spiel, da wir eh nichts zu verlieren haben.“ Auch wenn Leinfelden-Echterdingen nicht in der Spitzengruppe der Verbandsliga platziert ist, hat Philipp großen Respekt vor dem Gegner: „Calcio ist offensiv sehr gut aufgestellt und hat in dieser Saison oftmals schon Punkte her geschenkt.

Ich bin gespannt, wie sie bei uns auftreten werden.“ Wie seine Mannschaft auftreten soll gegen Calcio, hat er sich hingegen schon genau ausgemalt: „Wir werden wie auch schon in Tübingen vermutlich ein wenig defensiver spielen als sonst und versuchen erst mal kompakt zu stehen.“

WWK Alexander Rieg

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