Aufstiegsanwärter TSV Essingen kommt nach Wangen

04/04/2018

Von Uli Coelius

Ein Dank an Hans-Joachim Maier – und eine Aufforderung an Wangen

Uli Coelius

Uli Coelius


Noch zehn Verbandsligaspiele hat unser FC Wangen in der Saison 2017/18 zu absolvieren. Noch zehn Mal zittern, bangen und hoffen, bis der Klassenerhalt hoffentlich wieder fix in längst legendären „trockenen Tüchern“ ist. Doch vor der zweifellos schweren Aufgabe gegen den „ewigen“ Aufstiegsanwärter TSV Essingen, will der Kolumnist ein Wangener Urgestein würdigen, das wie kaum ein anderer das umtriebige Geschehen im Fußball-Großbezirk Bodensee über Jahrzehnte mitprägte: Hans-Joachim Maier.

Zahlen und Statistiken am Fließband sozusagen können nur unzureichend widerspiegeln, was dieser nahezu überall präsente Funktionär für den Fußball im Bezirk und darüber hinaus leistete. Diesbezüglich sei auf die informative Homepage (www.bezirk-bodensee.de) verwiesen, wo seine Verdienste ausführlich gewürdigt werden. Hans-Joachim Maier ließ es sich trotz vielfältiger Aufgaben als Bezirks-Vorsitzender überdies nicht nehmen, den Stadionsprecher und Leiter der FCW-Pressekonferenz zu geben, wenn mal Not am Mann war. Hat er im Übrigen toll gemacht – auch dafür ein dickes Dankeschön! Nun also steht Nuri Saltik (Friedrichshafen) an der Bezirksspitze. Hans-Joachim Maier wünschen wir in einer keinesfalls leichten Lebensphase alles erdenklich Gute, Gesundheit vor allem!!!

Zweifellos schwer fällt, nun wieder in den Modus des Fußballalltags zu schalten. Zumal unser FC Wangen durchaus mit Problemen kämpft, die „Leichtigkeit“ des Verbandsliga-Seins akzeptabel zu bewältigen. Klingt womöglich etwas hochtrabend. In der Tat jedoch offeriert sich das anstehende letzte Saisondrittel mitnichten als stabiler Selbstläufer. Als untrügerisches Indiz dafür erweisen sich allein die fünf Spiele nach der Winterpause – mit einem Sieg, einer Niederlage und drei Unentschieden, dazu mit Verletzungen en Gros …

Nach dem TSV Essingen, der eher weniger zu Wangens Lieblingsgegnern zählt und in der Hinrunde zudem ein eindeutiges 3:1 erzielte, muss der FC noch gegen Ehingen-Süd, Tübingen, Ilshofen, Öhringen, Neckarrems, Klassenprimus Dorfmerkingen, Sindelfingen, Leinfelden-Echterdingen und abschließend gegen Albstadt ran. Vielleicht von kleinem Vorteil: Sechs Mal genießt das Team von Trainer Adrian Philipp Heimvorteil; vier Mal geht’s in die Fremde. Noch weist der FCW als respektabler Neunter gegenüber Relegationsplatz zwölf (aktuell SKV Rutesheim) fünf Punkte Vorsprung auf. Diese Differenz, die gleichermaßen viel wie wenig bedeuten kann, sollte unser FC Wangen mindestens beibehalten. Was nicht nur als Aufforderung, sondern genauso als Antrieb zu verstehen ist!

Ihr Uli Coelius

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