Adrian Philipp zum Ziel Klassenerhalt: “So lang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende.”

28/02/2019

Adrian Philipp will mit dem FC Wangen unbedingt die Klasse halten. 

Fußball-Verbandsligist FC Wangen schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Trainer Adrian Philipp ist trotzdem zuversichtlich, dass es mit dem Klassenerhalt etwas wird.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 28.02.2019, Bericht von Markus Prinz

Für Fußball-Verbandsligist FC Wangen neigt sich die Winterpause dem Ende entgegen. Am kommenden Samstag (14 Uhr) steht das Auswärtsspiel beim TSV Essingen für den abstiegsbedrohten Tabellen-13. auf dem Programm. Wie FCW-Trainer Adrian Philipp die Vorbereitung empfunden hat und was er sich für die restliche Runde wünscht, erzählt er im Interview mit Markus Prinz.

FC Wangen Trainer Adrian Philipp

FC Wangen Trainer Adrian Philipp


Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen und Leistungen der Mannschaft in der Vorbereitung?

Aufgrund der Begleitumstände – wir konnten die ersten dreieinhalb Wochen gar nicht auf den Platz – bin ich mit der Vorbereitung zufrieden. Die Jungs ziehen sehr gut mit, wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung und die Leistungen in den Testspielen haben das insgesamt bestätigt. Wir haben gegen Ravensburg und Berg zwei sehr ordentliche Spiele abgeliefert, vor allem gegen den Ball. Auch der Wintercup in Oberzell war in Ordnung, die zweite Halbzeit gegen Kehlen mal ausgeklammert. Mit Ball tun wir uns noch ein bisschen schwer, aber ich bin optimistisch, dass wir uns in diesem Bereich noch steigern werden.

Der viele Schnee ließ auch in Wangen oft keine Training auf dem Platz zu, wie habt ihr den Bedingungen getrotzt? Und sehen Sie hier einen Nachteil gegenüber den gegnerischen Mannschaften im Stuttgarter Raum?

Klar ist es ein Nachteil, wenn man mehr als drei Wochen nicht auf dem Platz trainieren kann. Aber jammern hilft da nichts und wir haben aus den schlechten Bedingungen das Beste gemacht. Einheiten in der Halle, Spinning, Kräftigung und Laufeinheiten – die Lieblingsbeschäftigung eines jeden Fußballers (lacht) – waren an der Tagesordnung.

Die Sommervorbereitung lief ja vielversprechend, dennoch ging der Saisonstart gründlich daneben, was gilt es zu tun, um auch einen Fehlstart in die Rückrunde zu vermeiden?

Wir müssen fokussierter sein. Jeder weiß, worum es geht. Es weiß jeder, dass wir in jedem Spiel unser Maximum abrufen müssen, um zu punkten. Das haben wir zu Beginn der Runde nicht geschafft, daher müssen so schnell wie möglich Siege her, um einen positiven Lauf zu starten und die nötigen Punkte zu holen. Denn Selbstvertrauen durch Siege kann man leider durch nichts ersetzen.

Personell schaut es ja ganz gut aus bei euch, aber Torjäger Thomas Maas fällt wohl die komplette Rückrunde aus. Wie sehr schmerzt dieser Ausfall?

Dieser Ausfall schmerzt natürlich sehr, da wir keinen ähnlichen Spielertypen in unserem Kader haben. Wir können es jedoch nicht ändern und werden eine Lösung mit dem vorhandenen Spielerpotenzial finden.

WWK Alexander Rieg, Wangen im Allgäu

Gab es Überlegungen, im Winter noch einen Ersatz zu verpflichten?

Überlegungen gibt es immer. Jedoch ist es im Winter, teilweise auch im Sommer, schwierig, Spieler zu finden, die einen sofort verstärken und weiterbringen, gerade, wenn die finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt sind.

Sie haben ja im Winter bekanntlich noch Ihren Vertrag verlängert, mussten Sie lange überlegen? Und was waren die Beweggründe für die Verlängerung?

Lange habe ich nicht überlegt, aber ein bisschen Bedenkzeit habe ich gebraucht. Die Vorrunde hat Kraft gekostet, denn wenn man so einen Negativlauf erlebt hat, bleibt viel Energie auf der Strecke. Jedoch war der Zusammenhalt sowohl in der Mannschaft als auch im Verein überragend. Es macht riesig Spaß, mit der Truppe zu arbeiten und die Rückmeldung von Seiten der Mannschaft war eindeutig, was für mich letztlich entscheidend ist und der Hauptgrund für eine Verlängerung war.

Vom Verein erhalten Sie die volle Rückendeckung, was schätzen Sie am FC Wangen besonders?

Es ist der offene Umgang der handelnden Personen untereinander. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und ich denke, das wäre auch kontraproduktiv. Aber wir unterhalten uns zu jeder Zeit offen über die Dinge und arbeiten dabei sehr vertrauensvoll zusammen. Sowohl die Vorstandschaft als auch die sportliche Leitung kann gut einschätzen, welche Möglichkeiten wir haben und träumt nicht von irgendwelchen Zielen, die nicht umsetzbar sind. Diese und noch einige andere Dinge machen das Arbeiten im Verein sehr angenehm und dafür bin ich sehr dankbar.

Was wünschen Sie sich für den Rückrundenstart und für die restliche Runde mit Ihrer Mannschaft?

Ich würde mir den Klassenerhalt wünschen! Mir ist jedoch auch klar, dass die Verbandsliga kein Wunschkonzert ist, daher wäre es ein mittelgroßes Fußballwunder, wenn wir in dieser Saison die Klasse halten würden. Aber es ist auch schön zu wissen, dass der Klassenerhalt möglich ist, wenn wir es schaffen, in möglichst vielen Spielen an unsere Leistungsgrenze zu gehen. Immer getreu dem Motto: ,So lang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende.’


Am 9. März bestreitet der FC Wangen sein 1. Heimspiel nach der Winterpause gegen den FV Olympia Laupheim. Unterstützen Sie unsere Mannschaft!

WWK Alexander Rieg

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