Der FC Wangen kämpft um seine letzte Verbandsliga-Chance

01/06/2017

In Laupheim muss unbedingt ein Sieg her – Gespanntes Warten auf die Ergebnisse von Berg und Löchgau

Von Uli Coelius

Wangen – Noch ist der Abstieg nicht konkret besiegelt! Den unbedingten Sieg an diesem Samstag, 3. Juni, mit Anpfiff um 15.30 Uhr beim Verbandsligavorletzten Olympia Laupheim vorausgesetzt, können die Fußballer des FC Wangen weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Allerdings steht und fällt ein eventuell günstiges Resultat – Relegation inklusive – wohl allein mit den Ergebnissen von Berg und Löchgau, sogar Schwäbisch Hall.

Was weltweit in welchen Klassen auch immer den Fußball so ausgesprochen spannend wie gleichermaßen unterhaltsam macht, ist die Tatsache, dass selbst vor dem letzten Spieltag keine Entscheidungen gefallen sind. Auf Wangen übertragen heißt dies nach Einschätzung vieler FCW-Funktionäre: Lokalrivale TSV Berg steht gegen den Ligafünften Neckarrems ebenso gehörig unter Druck, wie Aufsteiger Löchgau nach dem jüngsten 4:2 in Wangen vor der vermeintlich leichten Partie gegen Schlusslicht Zimmern. Selbst dem Spiel von Schwäbisch Hall in Albstadt gebührt einige Aufmerksamkeit.

„Nie mehr Landesliga“, tönte es vielstimmig vor gut einem Jahr einen Spieltag vor Schluss im Wangener Lager nach dem glücklichen 2:1-Sieg in Kehlen (Absteiger Kißlegg hatte zeitgleich 4:0 beim Konkurrenten SV Oberzell gewonnen). Nur kurze Zeit später stand unter anderem der Wechsel von Kapitän Daniel Wellmann aus Studiengründen zum Bayernligisten SV Heimstetten fest. Für Wangen freilich kein Grund, trotz einiger Sorgenfalten die Saison mit zahlreich hochkarätigen Verpflichtungen außer Frage zu stellen. Etwa mit Kapitän Simon Wetzel vom FV Ravensburg sowie dem heraus ragenden Top-Keeper Julian Hinkel (ebenfalls FVR), der in Schweden andere berufliche Wege sucht.

Es mag dem FC Wangen jedoch in keiner Weise schaden, auf den Rot gesperrten Kaan Basar (einschließlich bis 10. Juni) sowie auf die derzeit angeschlagenen Pirmin Barensteiner (Tor), Yannick Huber, Sergen Leyla, Robert Magos und Alexandros Nikolaidis verzichten zu müssen. Hin und her sowie rauf und runter können weitere Ausfälle dazukommen. Einzig und allein aber bleibt: Der FCW kämpft um seine letzte Chance.

In der Saison 2009/2010 schaffte Wangen nach vielen Unwägbarkeiten den Wiederaufstieg in die Fußball-Verbandsliga, um danach die bemerkenswerten Plätze acht, acht, neun und sieben zu belegen (zuletzt 45 Punkte). Es folgte als Tabellenletzter der rätselhafte Absturz zurück in die Landesliga, bevor 2015/2016 wieder der absolut verdiente Aufstieg in Württembergs höchste Amateurliga zu notieren war.

Nun steht bei lediglich 33 Punkten wiederum eine gefährliche Zäsur an. Wobei Chefcoach Adrian Philipp als Realschullehrer bis zum Saisonfinale mit der zehnten Klasse in der Hauptstadt Berlin weilt. Sei’s drum: Am Samstag in Laupheim wird Philipp ohne Wenn und Aber wieder zu Recht auf der Wangener Bank sitzen. Keine Frage: Der Abstieg, sicherlich noch etwas schief, ist gerade keinesfalls konkret besiegelt!

Verbandsliga Württemberg 2016/2017